Kann Nachhaltigkeit überhaupt wirtschaftlich sein?

Oft hört man von vielen Protesten, dass Nachhaltigkeit nicht mit dem Kapitalismus vereinigt werden kann. Das Nachhaltigkeit nicht mit freier Marktwirtschaft in den Einklang kommen kann. Sind diese Behauptungen grundsätzlich falsch oder richtig?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass sich die angebotenen Produkte nach der Nachfrage der Konsumenten orientiert. Damit kann man also schlussfolgern, dass wenn sich die Nachfrage verändert sich auch das Angebot stets gleichmäßig mit verändert.

Daher kann jeder Konsument mit seiner Entscheidung, ob er lieber etwas Billiges und Umweltschädliches kauft oder etwas Teureres was nachhaltiger ist.

Denn „Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz sind kein Gegensatz“, betont Prof. Dr. Klaus Fichter von der Universität Oldenburg. Grüne Gründer entwickeln daher aus Geschäftsideen nachhaltige Geschäftsmodelle. Sie setzen häufig Nachhaltigkeitsinnovationen um.

“Nachhaltige Entwicklung ist auf innovative, wettbewerbsfähige und wirtschaftlich starke Unternehmen angewiesen. Dafür bietet die soziale Marktwirtschaft die besten Voraussetzungen. In ihr gelingt es, wirtschaftliche Effizienz und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit dem Ziel „Wohlstand für alle“ zu verbinden, vorausgesetzt, Staat und Gesellschaft lassen den Unternehmen die Freiheit, in eigener unternehmerischer Verantwortung zu handeln.”

Mit der zunehmenden Bedeutung der Nachhaltigkeit steigt zudem das Interesse von Unternehmen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

„Start-ups können sich nicht auf einer grünen und nachhaltigen Ausrichtung ausruhen. Auch sie müssen kostendeckend arbeiten und sich nach der Nachfrage der Konsumenten richten, sonst können sie nicht überleben.“ Grüne Gründer müssen beides leisten, damit sie erfolgreich am Markt operieren können und überlebensfähig sind.

Daher ist es in einer Wirtschaftsform, in der der Konsument den Markt bestimmt, in der Theorie ganz einfach die Vorstellung der Nachhaltigkeit umzusetzen. Man muss sich nur dazu entscheiden die Produkte zu kaufen, die eben einen nachhaltigen Aspekt haben.

Also liegt es an uns die Umwelt zu schützen und Ressourcenverschwendung für billige Produkte zu unterbinden.

So funktioniert der freie Markt, dort wird nur das verkauft, was die Menschen brauchen und wollen. Die Menschen müssen also ändern, was sie kaufen, und nicht nichts kaufen. Unternehmen sind nicht bösartiger als jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Sie werden nur dann Geld bekommen, wenn sie für ihre Kunden einen Wert schaffen. Wir müssen also unsere Hauptkriterien für den Kauf ändern: den Preis! Die meisten von uns würden etwas kaufen, wenn es "billig" ist, und nicht, wenn es "nachhaltig" ist - wir müssen zuerst diese Einstellung ändern, bevor wir in dieser Welt eine große Veränderung herbeiführen können!